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26.04.2010
TSCHERNOBYL REVISITED
Für ART at WORK gab es keine 80er-Jahre Retro-Händchen-halten-Menschenketten-Aktion wie in und um Hamburg, aber dafür die 'Bielefelder Nachtansichten'
CIMG1798.JPGMit der Erlaubnis von TOM, haben wir eines unserer Lieblings TOUCHÉS, genannt 'Oma Anke' ganz groß an einer der Hauptstrecken für die Besucher der Nachtansichten angebracht, zusammen mit unserer kleinen aber feinen 'Kommentare zur Atomkraft' Ausstellung.
Ein Großteil der über 9.000 Kunst- und Kulturliebhaber, ist sicherlich am Café Milestones vorbeigegangen und hat entweder mit lautem Lachen, oder leisem Schmunzeln, ein bisschen was zum Nachdenken mitgenommen.
Was bedeutet Atomkraft noch, außer angeblich billigem Strom?
Atommüll, dessen Lagerung uns schon vor unlösbare Probleme stellt, von Entsorgung oder Verarbeitung brauchen wir gar nicht zu sprechen. Uran-Munition, die nicht nur das Land wo sie eingesetzt wird vergiftet, sondern auch die dort lebenden Menschen, diejenigen, die sie abfeuern und dann noch den Rest des Planeten, da der radioaktive Staub vom Wind verteilt wird. Ach ja, hatten wir schon das Problem des Uranabbaus erwähnt? Vergiftete Umwelt, kranke Menschen, nicht nur im Niger, sondern überall wo es nicht genug Geld für wenigstens die primitivsten Schutzmaßnahmen gibt. Dann wären da noch die Atomwaffen... ach nein, die sind sowieso ohne Worte.
Um noch mal auf die Menschenketten zurück zu kommen, 120.000 Menschen zusammen zu bringen ist sensationell, nur eine Instrumentalisierung durch Wahlkampf geile Politiker ist nicht Sinn der Sache. Sollten sie ihre Vorsätze tatsächlich in die Tat umsetzen, reichen wir auch gerne wieder die Hände.

In diesem Sinne, Love & Light,
Annabelle & Pip